Februar 2025: Team Bertels an der Uni Münster
Im Sommer 2023 erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau der Institutsgruppe 1 (IG1) Physik der Universität Münster. Mit dem Ersatzneubau realisiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) einen Meilenstein der baulichen Hochschulmodernisierung.
Vom Boden bis zum Dach
Im Februar 2025 ist das Bauvorhaben so weit fortgeschritten, dass neue Fassadenachsen vom Team Bertels gelegt werden können. Zu diesem Zweck wurde ein hochgenaues Vermessungspunktfeld über die Baustelle gelegt, gemessen und ausgewertet. In einem zweiten Schritt erfolgte dann die Bestimmung der Fassadenpunkte für die bauausführende Firma.
„Die Herausforderung bestand darin, exakt lotrecht im Bereich des EG und der Attika 2 Fassadenpunkte anzugeben. Einfache Lotungen mit den Tachymetern waren nur punktuell möglich. Aufgrund der Enge in der Baustelle und der Höhe des Baukörpers konnten die Punkte vereinzelt nur im EG-Bereich und dann wieder vom Dach aus bestimmt werden“,
berichtet Otto Kuper, der für das Team Bertels an der IG1 tätig war.
Das neue Gebäude wird für die Physikerinnen und Physiker der Uni neuen Raum für zukunftsweisende Forschung und moderne Lehre schaffen.
Februar 2026 – die Bodenebenheitsprüfung
Der Rohbau für die neue Institutsgruppe 1 Physik der Universität Münster ist fertig, seit dem Richtfest im April 2025 schreitet der Innenausbau voran. Im Erdgeschoss entsteht gerade der Radioisotopenbereich. Radioisotope sind instabile Atomkerne, die durch den Zerfall ionisierende Strahlung aussenden. Sie finden breite Anwendung in der Medizin, z. B. in der Szintigrafie und bei zahlreichen Krebstherapien. Aktuell werden die Vorbereitungen für das Einziehen eines Zwischenbodens getroffen. Dieser soll im Kontaminationsfall das entstehende kontaminierte Wasser aufnehmen.
Mit Netz und doppeltem Boden
Für die Erstellung des Zwischenbodens prüfte das Team Bertels im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW) die Bodenebenheit mit einer Soll-Ist-Analyse.
Mittels unseres RTC 360 wurde eine Fläche von 500 m² gescannt und zusätzlich ein Submillimeter-Nivellement für eine hochpräzise Höhendarstellung angefertigt. Aus den erhobenen Daten wurde eine georeferenzierte Punktwolke erstellt und der Boden anschließend noch zu einem Mesh vermascht.
Manuel Pieper über die Tätigkeiten am neuen physikalischen Institut:
„Für uns sind die Höhen relevant, die über der angestrebten Soll-Höhe liegen. Diese haben wir in der Punktwolke farblich markiert. Das Ziel ist, diese Bereiche vor der Weiterbearbeitung auf die Soll-Höhe abzuschleifen. Unsere flächenhaften Daten liefern eine zuverlässige Aussage, wo überhaupt noch Nacharbeiten nötig sind.“
Das sagen andere:
• Pressemeldung des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW zum Richtfest
• Pressemeldung des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
• Münstersche Zeitung: 1. Spatenstich
• Generalplanung